Une
histoire
provisoire

داستان  زود گذر 

Eine flüchtige Begegnung

ein Film von Romed Wyder
Drehbuch von Nasim Ahmadpour und Romed Wyder
mit Felipe Castro, Pooneh Hajimohammadi und Elísabet Johannesdóttir

7

Pressezitate

Unbestreitbar feinfühlig, eine wahre Beherrschung der Filmkunst.

– Le Temps, Antoine Duplan

Eine fein beschriebene Geschichte, in der das kleinste Detail von Bedeutung ist.

– Ciné-feuilles, Sabina Schwob

Ein skurriler Film, der mit Herzlichkeit zum Lächeln verführt.

– Sennhausers Filmblog

Eine berührende romantische Begegnung hinter verschlossenen Türen.

– Le Courrier, Mathieu Loewer

Pooneh Hajimohammadi und Felipe Castro brillieren mit ihrem natürlichen und minimalistischen Spiel.

– La Tribune de Genève, Pascal Gavillet

Ein Film über Krisen und deren Überwindung. Und auch übers Wiederfinden der Lust (des Lebens).

– RTS La première, Anne Laure Gannac

Pitch

Eine Iranerin und ein Schweizer mieten ein Zimmer im gleichen Airbnb. Sie hat keine Lust ihn kennen zu lernen, zieht sich ein Kopftuch über und nützt so die westlichen Vorurteile zu ihren Gunsten. Das war nicht wirklich notwendig, denn auch er will sie nicht kennen lernen…

Der Film spielt humorvoll mit den Vorurteilen, Missverständnissen und Lebenskrisen der Protagonisten. Trotz der kulturellen Unterschiede ist das, was die Menschen verbindet stärker, als das was sie trennt.

Der Film geht auch in Resonanz mit den aktuellen Ereignissen. Während Frauen im Iran ihr Leben riskieren, wenn sie ihr Kopftuch ablegen und ihre Freiheit einfordern, steht Marjan kurz davor, ihren Mann und ihre komfortable Situation in der Schweiz zu verlassen. Sie zieht es vor, nach Teheran zurückzukehren und in ihrer Kultur zu leben, umgeben von ihren Freunden. „Es ist ein wichtiger Moment », erklärt sie.

Trailer

Synopsis

Mitten in einer Midlife-Crisis verlässt Sacha seine Freundin und zieht ins Airbnb seiner Grosseltern. Dort wird er von der Ankunft Marjan’s überrascht, eine Iranerin die in ihrer eigenen Ehekrise steckt.

Beide nerven sich die Wohnung teilen zu müssen und statt der ersehnten Ruhe macht sich Unbehagen breit. Als schliesslich die lebhafte Amerikanerin Mina dazu stösst, weichen die gegenseitigen Vorbehalte allmählich der Neugier. Die unfreiwillige Begegnung wird zu einem Moment neuer Möglichkeiten.

Zum Film

Aus der Zusammenarbeit zwischen der Iranischen Drehbuchautorin Nasim Ahmadpour und dem Schweizer Filmemacher Romed Wyder ist ein skurriler und warmherziger Arthouse-Film entstanden.

Erzählt wird die Begegnung von Sacha und Marjan, zwei Menschen die nicht unterschiedlicher sein könnten und dennoch irgendwie zusammengehören. Was sie verbindet ist ihre Lebenskrise; etwas, das es in allen Kulturen gibt, so wie Missverständnisse, Vorurteile und Humor. Die Wohnung die sie teilen, mit ihrer in den 60er Jahren eingefrorenen Ästhetik, symbolisiert eine Art Warteraum aufs neue Leben.

Die Autoren spielen subtil mit verschiedenen Realitätsebenen, traumartige Nebenfiguren und anderen poetischen Elementen. Auf den ersten Blick unscheinbar anmutende Situationen oder Anspielungen bekommen im Lauf der Geschichte einen Sinn.

Der Song des Films

« My Silent Ground »
Bernard Trontin – Komponist, Hang, Synthesizer, Perkussion
Aurélie Emery – Text, Stimme, Gitarre
Massimo Pinca – Kontrabass

Aufnahme von David Weber im Studio des Forces Motrices, Genf

Anmerkung der Autoren

Eine flüchtige Begegnung gleicht einer Haiku-Sammlung, diesen knappen japanischen Gedichten, die eine Art Momentaufnahme mit gewisser Distanz und Humor beschreiben und zum Nachdenken anregen.

Der Film beginnt mit einer Trennung. Doch Sachas Krise ist grundlegender Natur und betrifft auch seine Arbeit als Werber. Er hat ein Burn-out, alles ist ihm «zu viel». Das Gegenteil von Marjan, die das Warten nicht mehr aushält und am «nicht genug» leidet.

Beide ziehen sich zurück um ihre Situation zu überdenken und landen im selben Airbnb. Ihr ungewolltes Zusammenleben beschränkt sich aufs Lösen nicht-existentieller Fragen, wie etwa das Waschen von Gläsern oder das Reparieren der Toilettenspülung.

Nachdem der primäre Ärger und die Ungeduld überwunden sind, gelingt es Sacha und Marjan, sich auf die Gegenwart einzulassen und die kleinen Dinge die das Leben ausmachen wieder zu schätzen.

Sie begegnen einer Reihe von Figuren, bei denen offenbleibt wie real sie sind; zum Beispiel dem kleinen Mädchen aus dem Laden, ein Marie-Kondo-Fan, das ihnen rät «sich von allem zu trennen, was einen nicht glücklich macht oder nicht unbedingt notwendig ist».

Der kulturelle Unterschied der Protagonisten ist Grund mehrerer Missverständnisse. Marjan nutzt gekonnt westliche Vorurteile aus, um Distanz zu Sacha zu schaffen. Weder das Kopftuch, das sie in seiner Gegenwart trägt, noch ihr persischer Gedichtband haben etwas mit dem Islam zu tun.

Marjan zitiert den iranischen Autor Iraj Karimi, der «Zuhause» wie folgt definiert: «Es ist der Ort den man verlässt, wenn man woanders hingeht, und an den man zurückkehrt, nachdem man woanders war.» In diesem Sinn haben weder Sacha noch Marjan ein Zuhause.

Als Mina ins letzte freie Zimmer einzieht, scheint ihre ansteckende Leichtigkeit alle zu verjüngen. Marjan schreibt auf Sachas Gipsbein «Mein Auge ist dein Zuhause». Vermutlich hätte sie ihr Kopftuch abnehmen wollen, wagt es aber nicht ihre List einzugestehen. Ist das wirklich nur eine flüchtige Begegnung ?

Biografie

Romed Wyder

Regisseur

Romed Wyder ist Regisseur, Produzent und Drehbuchautor. 1995 schloss er sein Studium an der Filmabteilung der Haute École d’Art et de Design (HEAD) in Genf ab. Er ist Mitbegründer des Cinéma Spoutnik und des Kollektivs Laïka Films. Im Jahr 2003 gründete er seine eigene Produktionsfirma Paradigma Films, mit der er alle seine Filme produziert. Parallel dazu entwickelt er ein FAZ-System und einen Online-Widgetgenerator.

Zwischen 2005 und 2008 war er der Präsident vom ARF (Verband Filmregie und Drehbuch Schweiz) und ist derzeit Mitglied des Stiftungsrats von Swiss Films und des Vorstands der Schweizer Filmakademie. 

Seine Dokumentar- und Spielfilme wurden in der Schweiz, Frankreich, Belgien und Deutschland vertrieben, nachdem sie auf internationalen Festivals gezeigt und ausgezeichnet worden waren, darunter Squatters (1995), Pas de café, pas de télé, pas de sexe (1999), Absolut (2004), Dawn (2014) und Et Israël fut… (2018).

Nasim Ahmadpour

Drehbuchautorin

Nasim Ahmadpour ist Drehbuchautorin, Dramaturgin, Autorin und Regisseurin. Nach ihrem Bachelor-Abschluss in Drama-Literatur an der Kunstuniversität Teheran gründete sie 2003 ihre eigene Theatergruppe Don Quijote.

Bisher hat sie acht Theaterstücke geschrieben und inszeniert, von denen einige auch in der Schweiz und in Deutschland aufgeführt wurden. 2014 gewann sie für Tell/Zahhak – ein Mythentausch den Preis für den besten dramaturgischen Text beim internationalen Fajr-Theaterfestival in Teheran.

Fürs Kino arbeitete sie an den Filmen Ashkan (2009), Raw, Cooked, Burned (2001) und Fish and Cat von Shahram Mokri mit. Letzterer hat 2013 den Sonderpreis der Sektion Orizzonti bei den Filmfestspielen von Venedig erhalten. 

Ausserdem schrieb sie das Drehbuch zu Invasion, der 2018 auf der Berlinale gezeigt wurde, und das Drehbuch zu Careless Crime, für das sie zwei Preise gewann: den Bisato d’oro bei den Filmfestspielen von Venedig 2020 und den Preis für das beste Drehbuch beim Dhaka Film Festival 2021.

Felipe Castro

Sasha

Felipe Castro ist Film- und Theaterschauspieler. 

Im Jahr 2001 schloss er sein Studium an der École Supérieure d’Art Dramatique de Genève (ESAD) ab.

Er spielte in rund 40 Theaterstücken unter der Regie von u. a. José Lillo, Jean-Paul Wenzel, Anne Bisang, Michael Delaunoy, Françoise Courvoisier und Vincent Bonillo. 

Als Filmschauspieler spielte er in Spielfilmen von Pierre Maillard, Laurent Nègre und Jean-Laurent Chautems. 2010 wurde er vom Festival International du Film Francophone de Namur ausgewählt, um an der ersten Ausgabe von Échanges de talent(s) teilzunehmen.

Im Fernsehen konnte man ihn in einer wichtigen Rolle der Serie A livre ouvert sehen, die von Stéphanie Chuat und Véronique Reymond inszeniert wurde. Ausserdem war er in den ersten beiden Staffeln der Serie Quartier des banques unter der Regie von Fulvio Bernasconi und in Jacob Bergers Serie Cellule de crise zu sehen.

Pooneh Hajimohammadi ist eine iranische Schauspielerin, Drehbuchautorin und Regisseurin mit Sitz in London.

Nach ihrem Abschluss als Regisseurin mit Auszeichnung an der Kunstuniversität Teheran spielte sie in den Spielfilmen Aroosak Farangi und Hidden Half sowie in beliebten Fernsehserien wie Khane Dar Tariki und Mazrae Kochak.

Seit ihrer Übersiedlung nach Grossbritannien spielte sie in den Spielfilmen von Caradog W. James The Machine (2013) und Don’t Knock Twice (2016) sowie im kurdischen Segment des Films Words with Gods unter der Regie von Bahman Ghobadi, der 2014 bei den Filmfestspielen von Venedig gezeigt wurde.

Pooneh Hajimohammadi

Marjan

Elísabet Johannesdóttir

Mina

lísabet Johannesdóttir ist eine luxemburgische Schauspielerin und Drehbuchautorin von isländischer Herkunft. 

Ihre Ausbildung zur Schauspielerin und Drehbuchautorin vervollständigte sie in New York und Los Angeles.

Ihr Theaterdebüt gab sie 2011 am Théâtre des Capucins in Luxemburg in der Produktion Closer von Douglas Rintoul. Seitdem spielte sie unter anderem unter der Regie von Anne Simon, Sophie Langevin, Max Claessen, Anna E. Frick und Stef Lernous.

Fürs Kino spielte sie in rund 15 Kurz- und Langfilmen mit, darunter Oh my God! (2011), Belle du Seigneur (2012), The Beast in the Jugle (2019) und Marionette (2020).

Im Fernsehen war sie in den Serien Zëmmer Ze Verlounen (2018), Rosamunde Pilcher (2018) et Band Banks (2020) zu sehen.

Nachrichten

Sondervorführungen

Zürich: Dienstag 29 November 18:30 im Arthouse Piccadilly
Genf: Dienstag 6 Dezember 20:30 im Cinémas du Grütli (in Anwesenheit des Regisseurs)

Syracuse Int. Film Festival

„Une histoire provisoire“ wird im offiziellen Wettbewerb vom Syracuse Int. Film Festival gezeigt.
Vorführung am Freitag, den 14. Oktober um 18:30.

Batumi Int. Art-House Film Festival 

„Une histoire provisoire“ wird im Spielfilm-Wettbewerb vom BIAFF gezeigt.
Vorführung am Freitag, den 23. September um 19:30.

Cinéfest Sudbury

„Une histoire provisoire“ wird im offiziellen Wettbewerb vom Syracuse Int. Film Festival gezeigt.
Vorführung am Dienstag, den 20. September um 16 Uhr.

Iranian Film Festival San Francisco

„Une histoire provisoire“ wird im offiziellen Wettbewerb vom Iranian Film Festival San Francisco gezeigt.
Vorführung am Sonntag, den 18. September um 15 Uhr.

Iranian Film Festival Zurich

„Une histoire provisoire“ wird im offiziellen Wettbewerb vom Iranian Film Festival Zurich gezeigt.
Vorführung am Samstag, den 28. Mai um 18:15, Sonntag, den 29. Mai um 20:30 und Dienstag, den 31. Mai um 18:15.

Antidote Sales

Der schwedische Weltvertrieb Antidote Sales hat die weltweiten Vertriebsrechte für „Une histoire provisoire“ erworben.

Kinostart

Luxembourg: 4. Mai 2022
Romandie: 11. Mai 2022.
Deutschschweiz: 9. Juni 2022

Luxembourg City Film Festival

Une histoire provisoires wird am 7. März am Luxembourg City Film Festival in Anwesenheit der Crew gezeigt.

Nominiert an den Solothurner Filmtagen

Une histoire provisoires ist für den Prix du public an den Solothurner Filmtagen nominiert.
Vorführungen am Freitag, den 21. Januar um 18 Uhr und am Montag, den 24. Januar um 15 Uhr.

Paradigma Films  Milan Film  Amour Fou Luxembourg  Radio Télévision Suisse / SSR SRG présentent Felipe Castro  Pooneh Hajimohammadi  Elísabet Johannesdóttir  Maimouna Kone  Sophie Mousel  Assistante de réalisation Sonia Rossier Directeurs de production Jean-Marie Gindraux  Karoline Maes Musique Bernard Trontin Son Patrick Becker Mixage Dominik Avenwedde Maquillage Sandrine Monnerie Costumes Magdalena Labuz Décors Christina Schaffer Montage Pia Dumont Images Ram Shweky Producteurs executifs Cyrill Gerber  André Fetzer Production Romed Wyder  Ulrich Fischer  Cyrill Gerber  Bady Minck  Alexander Dumreicher-Ivanceanu  Scénario Nasim Ahmadpour  Romed Wyder  Réalisation Romed Wyder

© 2022 Paradigma Films / Milan Film / Amour Fou Luxembourg / RTS SSR
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